24.10.2026

B. Liessmann, H. Muckenschnabl, S. Wehmeier

24.10.2026 bis 27.12.2026

Vernissage: Freitag, 23.10.2026, 19:00 Uhr

Schloss Obernzell

Eintritt frei!

* * * *

"Die Spannung der Gegensätze"

Schloß Obernzell, 24. Oktober bis 27. Dezember 2026


Vernissage am Freitag, 23. Oktober 2026 um 19.00 Uhr


Die Ausstellung präsentiert Arbeiten von Bernd Liessmann, Herbert Muckenschnabl
und Stefan Wehmeier.


Drei sehr unterschiedliche Ansätze innerhalb der aktuellen zeitgenössischen Kunst
vereinen sich in dieser spannenden Präsentation.


Bernd Liessmann lebt seit 2010 auf einem Weiler-Hof ganz in der Nähe von Obernzell - für
ihn also fast ein topografisches Heimspiel. Liessmann hat sein bevorzugtes
Ausdrucksmittel in der Druckgrafik gefunden – konkreter gesagt im farbigen Holzschnitt
von mehreren Druckplatten. Wobei er innerhalb seiner Arbeiten eine reduzierte Farbigkeit
bevorzugt, viele seiner Blätter zeigen sich in zarten Blau-Grau-Tönen. Neben Motiven aus
dem Städtischen Umfeld, sind ein Großteil seiner Holzschnitte von erlebter Lanschaft
geprägt. Gebirge oder Flußlandschaften zeugen hierbei von einer intensiven Beobachtung
und deren künstlerischer Umsetzung.
Bernd Liessmann, Jahrgang 1947, ist in Niedersachsen aufgewachsen und kam 1973
nach München, wo er als Architekt arbeitete. Künstlerisch bezeichnet er sich selbst als
Autodidakt – wobei das Studium der Architektur sein Zeichentalent schon früh förderte und
entwickelte.


Die Landschftsimpressionen und Genreszenen, die Herbert Muckenschnabl in der
Ausstellung präsentiert, sind eine Art von "Wunsch- Bildern", die in der Vorstellung des
Künstlers entstehen. So erschafft er auf der Leinwand oder Papier eine Form der
Erinnerung an eine Kulturlandschft des Bayerischen Waldes, die in dieser Art heute nicht
mehr existent ist.
Ein zweites großes Themenfeld betrifft die Darstellung des Menschen in
seiner natürlichen Umgebung. Muckenschnabls Bilder sind von einer intensiven Tonalität
und einer klaren Konturlinie um die angelegten Farbflächen geprägt. So erzielt er in
seinen Kompositionen ein Gefüge aus innerer Ruhe, Ausgeglichenheit und gestalterischer
Ordnung.
Der Künstler wurde 1947 in Gotteszell geboren und lebt heute in Schönanger am
Nationalpark. Kirchenmusik und Kunsterziehung waren seine Studienfächer in
Regensburg und München. Für seine künstlerische Arbeit wurde er mehrfach
ausgezeichnet.


Der dritte im Bunde ist Stefan Wehmeier. Ebenfalls Maler und Zeichner, zeigt er in Schloss
Obernzell keramische Objekte, die seit 2011 entstehen. Im weitesten Sinne umspielen
seine Keramiken das Thema Natur. Florale Elemente oder der Landschaft entnommene
Formen werden neu interpretiert und zusammengeführt. Unter Verwendung von
Fundstücken wie Vasen, Töpfen oder anderen Objekten aus Porzellan und Steinzeug
komponiert er seine keramischen Collagen. Das verbindende Element bildet dabei die
Glasur und der frei geformte Ton, der die Fundstücke umspielt oder überwuchert. Diese
Kombination von Vorgefundenem und der weichen Materie des Tons ist künstlerisches
Programm und übt den Reiz dieser Arbeiten aus.
Wehmeier wurde 1955 in Köln geboren, absolvierte eine Lehre als Kunstschmied und
studierte Grafik-Design in München. Heute lebt und arbeitet er in Hechenwang im
Landkreis Landsberg am Lech.